Differenzierte Mittelstufe

Differenzierungsbereich (Wahlpflichtbereich II) in den Klassen 8 und 9 des Gymnasiums:

Auszug aus der BASS vom 01.07.2007:

§ 17(3): Im Wahlpflichtunterricht der Klassen 8 und 9 bietet die Schule mindestens eine dritte Fremdsprache an. Daneben kann sie Fächer oder Fächerkombinationen im mathematisch-naturwissenschaftlich-technischen und im gesellschaftswissenschaftlich-wirtschaftlichen Schwerpunkt anbieten. Schulen mit einem künstlerischen Profil können außerdem Fächer oder Fächerkombinationen im künstlerischen Schwerpunkt anbieten.


Information zu den Fächern der differenzierten Mittelstufe ab Klasse 08:


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1. Griechisch

Zum Fach Griechisch existiert eine eigene Seite.

2. Erdkunde bilingual

Die bislang für den Kurs vorgesehenen Themen für den bilingualen Differenzierungskurs sind den Bereichen „Economy“, „Environment“ und „Culture/Politics“ zuzuordnen. Die zugehörigen Raumbeispiele liegen überwiegend in englischsprachigen Ländern, u.a. um den Einsatz authentischen Materials zu erleichtern.

  • Kenya – National Parks and Tourism
  • New Zealand – Sheep Farming and Film Industry
  • Canada – The Saudi Arabia of the North?
  • Mexico – Living and Working on the Border
  • India – Between Tradition and Progress
  • South Africa – The Changing Rainbow Nation
  • Australia – Drought Problems and Climate Change
  • Bagladesh and the Monsoon – Hope and Despair

pdf Konkreter Entwurf

Neben fachlichem Wissen sollen die Schülerinnen und Schüler durch die Arbeit im bilingualen Kurs auch fachmethodische Kompetenzen erwerben, wie beispielsweise das Recherchieren, die Durchführung von Befragungen und die kartographische Darstellung räumlicher Sachverhalte mithilfe geeigneter Computerprogramme.Um diese Fähigkeiten praxisorientiert zu vermitteln, wird in jedem Halbjahr ein umfassenderes Unterrichtsprojekt durchgeführt, an dessen konkreter Ausgestaltung die Schülerinnen und Schüler beteiligt werden.

Für das erste Kursjahr (Jahrgangsstufe 8) sind die beiden folgenden Projekte geplant:

  • „The Geography of Sport – Mapping the Olympics“
  • „Duesseldorf International – an Airport in our Neighbourhood“

3. Französisch

Klasse 08:

Aufgabe und Ziel des Französischunterrichts in der Sekundarstufe I des Gymnasiums ist es, die Fähigkeit und Bereitschaft der Schülerinnen und Schüler zur schriftlichen und mündlichen Kommunikation in französischer Sprache zu entwickeln.

Die Kommunikationsfähigkeit konkretisiert sich für die Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I

  • in Lebenssituationen, die für sie als Besucher frankophoner Länder und als Gastgeber französischsprachiger Besucher bedeutsam sind,
  • beim Verstehen, Darstellen und Erläutern von Sachzusammenhängen der französischen und deutschen Lebenswirklichkeit,
  • in der Auseinandersetzung mit Problemen, denen die Schülerinnen und Schüler in literarischern und nicht-literarischen Texten begegnen.

Der Französischunterricht schult die kommunikativen Fertigkeiten in integrierter Form:

  • Hörverstehen als Global- oder Detailverstehen von Texten unterschiedlicher Sprecherinnen und Sprecher, die die Aussprachemuster des francais standard benutzen
  • Sprechen beim Vorlesen, gelenkten und freien Formulieren
  • Leseverstehen von fabrizierten/adaptierten und Original-Texten
  • Schreiben beim Reproduzieren und Kommentieren von Texten und beim freien Ausformulieren vorgegebener und eigener kommunikativer Absichten.

Da sich bei den Schülerinnen und Schülern dieser Altersstufe kognitiv-konzeptuelle und sprachanalytische Fähigkeiten immer stärker ausbilden, werden im Französischunterricht bewusstmachende Verfahren eingesetzt und das bereits ausgebildete Wissen über Sprache funktionalisiert und systematisiert.

In den Jahrgangsstufen 08 und 09 arbeiten wir mit den Lehrwerken Dècouvertes (Klette), Cours intensif, Band I und II und den entsprechenden Zusatzmaterialien.

Klasse 09:

Lehrbuch: Klett, Etudes Francaises Cours Intensif II

4. Mathematik / Informatik

Mathematik

Klasse 8:

Aussagenlogik und Boolesche Algebra:

  • besonders im Hinblick auf ihre Bedeutung für die Grundlagen des Computers

Aussagen:

  • Junktoren: und, oder / Negation (De Morgan) / Implikation und Äquivalenz
  • Notwendige und hinreichende Bedingung / Logische Schlüsse (modus ponens, Gesetz des Syllogismus)
  • Gesetze der Aussagenalgebra (Nachweis durch Wahrheitstabellen)

Mengen:

  • Leere Menge / Universalmenge / Komplementmenge / Teilmenge / Schnittmenge / Vereinigungsmenge
  • Venndiagramme / Gesetze der Mengenalgebra

Schaltungen:

  • Parallelschaltung und Serienschaltung
  • Gesetze der Schaltalgebra

Boolesche Funktionen:

  • Konjunktive und disjunktive Normalform / Vereinfachung boolescher Terme
  • Quantoren

Klasse 09:

Numerische Mathematik (unter Nutzung der schuleigenen Computer)

  • Lineare Gleichungssysteme: Gauß-Algorithmus

5. Informatik

Klasse 08:

Umgang mit Software:

  • Tabellenkalkulation
  • Nutzung von Dateiverwaltungssystemen
  • Entwurf und Strukturierung von Daten (konkretes Anwendungsproblem)
  • Datentypen / Elementare Operationen (wie Einfügen, Löschen, Ändern, Suchen,…)
  • Sortieren von Datensätzen

Funktionsweise von Hardware, Prozessdatenverarbeitung

  • Digitale Informationsdarstellung (Bit, Byte, Codierung von Zahlen und Zeichen)
  • Funktionsweise elementarer logischer Schaltungen (Gatter, Flipflops, Register, Addierer)

Klasse 09:

Funktionsweise von Software (unter Verwendung des Programmiersystems NIKI oder der Sprachen VB oder Pascal):

  • Abgrenzung von Anwender- und Programmiersystemen
  • Lösung von einfachen algorithmischen Problemen
  • Bearbeitung algorithmischer Problemstellungen (u.a. bedingte Verzweigungen, Schleifen)
  • Strukturierung von Algorithmen durch Verwendung von Prozeduren

Softwareprojekte:

  • Problemabstraktion bzw. -reduktion
  • Methode der schrittweisen Verfeinerung
  • Mögliche Projekte: Dateiverwaltung, Vokabeltrainer, Rechentrainer

6. Chemie / Technik

8.1: Technik des Experimentierens und Messens in Theorie und Praxis

Experimente in der Chemie

Planung – Durchführung – Auswertung:

  • Sicherheit – Umweltschutz
  • Protokollführung
  • Physikalische und chemische Grundlagen

Technik:

  • Volumenmessung in Labor und Technik
  • Massenbestimmungen
  • Temperaturmessung
  • Thermostate
  • Reinigungsmethoden (Filtration, Destillation)
  • Materialien und Bearbeitung
  • Gerätebau, Geräteaufbau
  • Messen und Regeln

Praxis:

Bis auf wenige Ausnahmen werden alle Versuche von Schülern durchgeführt einschl. Glasblasen. Sicherheit, Umweltschutz und Entsorgung werden lt. Fachkonferenz und Absprache mit anderen Fächern in die Themata laufend eingebaut. Beispiel Messen von Volumina:

Geräte: Messbecher, Messzylinder, Messkolben, Messpipette, Vollpipette, Kolbenprober.

Theorie: Adhäsion, Cohäsion, Kapillarkräfte, Oberflächenspannung, Meniskus, Messgenauigkeit, Steuerung in der Industrie.

Versuche: Schülerversuche, sauberes quantitatives Arbeiten, Dichtebestimmungen, Ansetzen von Lösungen bestimmter Konzentrationen.

8.2: Chemie und chemische Technik im Haushalt

Nachdem die Schüler ihren Haushalt durchforstet haben, ergeben sich rein zufällig u.a. folgende Bereiche:

  • Wasser, Heißwasseraufbereitung, Heizung, Kalk, Entstehung und Transport, Entkalkung
  • Reinigungsmittel, Spülmittel, Wasserhärte, Tenside, Waschvorgänge
  • Klebstoffe, chem. Grundlagen, chem. Aufbau, physikalische Grundlagen, intra- und intermolekulare Bindungen
  • Körperreinigung, Körperpflege
  • Arzneimittel, Entwicklung, Herstellung und Gebrauch

09: Technische Synthesen vom Rohstoff zum Produkt in Labor und Industrie

Als Themata stehen hier Bereiche an, die im Unterricht nicht oder nicht so weitgehend behandelt werden können. In Frage kommen u.a. folgende Themata (zu einem Thema kann u.U. eine Werksbesichtigung durchgeführt werden)

  • Schwefelsäure
  • Salpetersäure
  • Ammoniak
  • Hochofenprozess
  • Chemie beim Bau
  • technische Elektrolysen
  • Abfallverwertung, Recycling

Hierbei sollen u.a. folgende Aspekte behandelt werden:

  • Giftige Substanzen in der Chemie (z.B. Chlor, Chlorprodukte)
  • Sicherheitsmaßnahmen
  • Entsorgung
  • Integrierter Umweltschutz
  • Energetische Probleme
  • Aspekte der Rentabilität

Differenzierungskurs Musik

Unterrichtsziele:

Der Vertiefungskurs Musik möchte musikalisch interessierten Schülerinnen und Schülern einen intensiveren Zugang in die Musikwelt ermöglichen, als es im regulären Unterricht möglich wäre. Er richtet sich an Schülerinnen und Schüler, die daran interessiert sind intensiv über Musik nachzudenken, sich theoretisches Wissen über Musik anzueignen und selber praktisch Musik machen zu wollen. Der Kurs eröffnet eine zusätzliche Perspektive für die Oberstufe und eine spätere Wahl des Faches Musik als Prüfungsfach im Abitur (Musik Grundkurs oder Leistungskurs).

Organisation:

Der Kurs besteht aus drei Unterrichtsstunden pro Woche:
• Zwei Stunden regulärer Unterricht, der eine Mischung aus traditionellem Musikunterricht und Projektarbeit darstellt.
• Eine verpflichtende Praxis-Stunde in einer der Musik-AGs (Zeiten: in der Regel in einer 7. oder 8. Stunde, siehe Aushang)
o Musici Quiriniani, Chanson Chor, Sinfonisches Blasorchester, Big Band, Gospelchor
o Vororchester Bläser/Streicher als Ausnahme

Mit der Praxisstunde bietet der Vertiefungskurs Musik den Schülerinnen und Schülern eine ideale Möglichkeit, die praktische Arbeit aus den Ensembles der 5./6. Klassen weiterzuführen. Instrumentalisten beteiligen sich verpflichtend an den Ensembles und Sängerinnen und Sänger singen im Chor. Das Spielen eines Instrumentes ist keine Voraussetzung für die Wahl dieses Kurses.

Leistungsbewertung:

Die schriftliche Leistungsbewertung erfolgt durch 2 Kursarbeiten pro Halbjahr. Schriftliche Arbeiten überprüfen in analytisch orientierten Klassenarbeiten die Lerninhalte, die im Kurs erarbeitet worden sind. Höchstens eine Kursarbeit pro Halbjahr kann durch eine bewertete Projektarbeit ersetzt werden, z.B. kann das Ergebnis einer Gestaltungsaufgabe inklusive schriftlicher ausgearbeiteter Form (Portfolio o.ä.) als Kursarbeit gewertet werden. Die praktische Mitarbeit in den Ensembles (Sichere Beherrschung der Stücke und häusliche Vorbereitung der Stücke; Engagement auch über die Proben hinaus und aktive Mitarbeit während der Proben) fließt in die Bewertung der „Sonstigen Mitarbeit“ mit ein. Neben der Mitwirkung in den Ensembles übernehmen die SuS aus dem Differenzierungskurs Aufgaben in der Vorbereitung und Nachbereitung der Schulkonzerte (z.B. Programmheft, Berichterstattung, eventuell Moderation, eventuell CD-Produktion).

Inhalte des Vertiefungskurses Musik 8/9

Die Unterrichtinhalte orientieren sich an den Kompetenzen, die im Kernlehrplan formuliert sind. Die Inhaltsfelder des Kernlehrplans „Bedeutung von Musik“, „Entwicklungen von Musik“ und „Verwendungen von Musik“ bilden den Rahmen. Die konkreten Unterrichtsinhalte ergänzen und vertiefen die Inhalte des regulären Musikunterrichtes.
Die Unterrichtsinhalte stellen eine ausgewogene Mischung aus theoretisch-analytischen Inhalten und praxis-/projektorientierter Arbeit an Musik dar und haben das Ziel, den musikalischen Horizont und die praktischen Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler zu erweitern. Sichere Beherrschung der Notenschrift im Violinschlüssel oder Bassschlüssel wird im Verlauf des Kurses zunehmende Bedeutung erlangen – die Vorkenntnisse in diesem Bereich aus den Klassen 5-7 werden dabei sukzessive in den Klassen 8/9 vertieft.

Theoretisch-analytische Inhalte des Differenzierungskurses Musik:

Die SuS analysieren und deuten musikalische Strukturen im Hinblick auf Ausdrucks¬absichten und Ausdrucksgesten z.B. an folgenden Inhalten:
• Analyse von Songs aus dem Bereich der Popularmusik
• Analyse von Videoclips
• Analyse von Opern und Musicals im Hinblick auf kompositorische, szenische, wirtschaftliche Aspekte
Die SuS entwerfen, realisieren und erläutern eigene klangliche Gestaltungen im historischen Kontext z.B. an folgenden Inhalten:
• Erlernen von Satz- und Kompositionstechniken, Erstellen von Partituren mit Notensatzprogrammen, Aufführung der so entstandenen Stücke.
• Eigene Komposition von Kanons, Kantionalsätzen, Liedern, Songs oder anderen einfachen musikalischen Formen.
• Harmonisierung vorgegebener Melodien.
• Strukturierung und Realisierung eigener improvisatorischer Konzepte in Anbindung an stilistische Vorgaben.
Die SuS reflektieren den eigenen und den gesellschaftlichen Gebrauch von Musik als Konsumprodukt in verschiedenen Zusammenhängen z.B. an folgenden Inhalten:
• GEMA, Youtube, Spotify und Co.: Rechtsfragen im Zusammenhang mit Musik
• Begleiten des Rahmenprogramms von Schulkonzerten, Programmheftgestaltung, Werbung (z.B. Plakat, Flyer), Berichterstattung im Rahmen der Aufführung am Quirinus Gymnasium.

Praktische Inhalte des Differenzierungskurses Musik:

Die SuS realisieren und präsentieren klangliche Gestaltungen bezogen auf einen funktionalen Kontext z.B. an folgenden Inhalten:
• Musikkomposition und Improvisation zum Film.
• Gestaltung von Radiowerbespots oder Videoclips
Die SuS erfinden, realisieren, präsentieren und beurteilen einfache vokale oder instrumentale musikalische Strukturen unter Berücksichtigung musikalischer Konventionen, Textbasis sowie verschiedenen Ausdrucksabsichten und Ausdrucksgesten z.B. an folgenden Inhalten:
• Songwriting – Text und Komposition im Bereich der Popularmusik.
Die SuS entwerfen, realisieren und erläutern eigene klangliche Gestaltungen z.B. an folgenden Inhalten:
• Musikproduktion mit dem PC z.B. mit Audacity, sequenzerbasiertes Komponieren, Drumcomputer etc.
• Eigene Bearbeitung von Originalkompositionen.