Heute durfte der Projektkurs der Q1 „Künstliche Intelligenz“ einen besonderen Gast begrüßen: Herrn Andreas Pieh, Geschäftsführer der apodata, einem Unternehmen der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (apoBank). In einem spannenden und praxisnahen Vortrag stellte er die apoBank vor und gab den Schülerinnen und Schülern wertvolle Einblicke in die Anwendung von Künstlicher Intelligenz in der Finanzbranche.
Herr Pieh erläuterte anschaulich und anhand von Beispielen, wie die apoData moderne KI-Technologien und Roboter einsetzt, um Prozesse effizienter zu gestalten und Arbeitsabläufe zu vereinfachen. Dabei wurde deutlich, dass der Fokus vor allem auf der Unterstützung und Beschleunigung von Prozessen liegt. KI soll Informationen strukturieren, aufbereiten und schneller verfügbar machen – jedoch nicht den Menschen vollständig ersetzen. Die persönliche Beratung bleibt weiterhin ein zentraler Bestandteil, insbesondere im sensiblen Bereich des Bankwesens.
Im anschließenden Austausch nutzten die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, zahlreiche Fragen zu stellen. Dabei ging es nicht nur um die Funktionsweise des Bankwesens, sondern auch um die Zukunft von Arbeitsplätzen im Zeitalter der KI. Auch das Problem der hohen Energiekosten bei Datenanalysen und die teils fehlende Versorgung mit Chips und Energie wurde diskutiert.
Ein weiterer wichtiger Themenblock war die berufliche Orientierung. Die Schülerinnen und Schüler interessierten sich dafür, welche Studiengänge und Berufsfelder zukunftssicher sind. Herr Pieh riet dazu, in erster Linie den eigenen Interessen zu folgen und einen Weg zu wählen, der langfristig Freude bereitet. Gleichzeitig hob er hervor, wie wichtig Qualifikation und Spezialisierung sind, um sich auf dem Arbeitsmarkt gut zu positionieren. Auch ungerade Lebensläufe seien kein Nachteil – im Gegenteil: Das Ausprobieren verschiedener Wege könne wertvolle Erfahrungen bringen. Hier bot er auch die Möglichkeit eines Praktikums in der apodata bzw. in der apoBank an.
Abschließend wurde auch die Rolle Deutschlands und Europas im internationalen Technologiewettbewerb diskutiert. Herr Pieh erklärte, dass strengere gesetzliche Regelungen zwar mitunter als hemmend empfunden werden, gleichzeitig aber auch Vorteile bieten. Gerade im Umgang mit sensiblen Daten schaffen klare Richtlinien Vertrauen – ein entscheidender Faktor insbesondere im Finanzsektor. Dies könne sogar dazu beitragen, dass Unternehmen gezielt Standorte in Deutschland oder Europa wählen, die quasi als „safe harbour“ gesehen werden. In diesem Zusammenhang könnte Deutschland sich viel besser vermarkten.
Der Besuch von Herrn Pieh bot den Schülerinnen und Schülern nicht nur spannende Einblicke in die Praxis, sondern auch wichtige Impulse für ihre eigene Zukunft.
