Unsere Klasse 8c hat am Textheldenprogramm der Rheinischen Post teilgenommen und damit 6 Wochen lang die NGZ gelesen. Wir haben uns intensiv mit allen Formen des journalistischen Schreibens beschäftigt und festgestellt, wie wichtig unabhängige Journalisten für unsere Demokratie sind.
Zum Schluss haben wir unsere Schreibkünste zu eigenen Themen ausprobiert und hoffen, dass diese auch veröffentlicht auf der Seite https://texthelden.rp-online.de/ veröffentlicht werden. Die erste Reaktion der Mitarbeiterin war schon einmal positiv. Wir sind also gespannt.
Ein paar Kostproben finden sich hier:
Dünn, dünner, Skinnytok- wie Social Media das Körperbild der Frauen beeinflusst
Von Thea Herrfurth, Quirinus Gymnasium Neuss, 8c
Der Begriff „Skinnytok“ ist eine Abwandlung des Wortes „Tiktok“, kombiniert mit dem englischen Begriff „Skinny“- dünn.
Er beschreibt eine bedenkliche Social-Media-Bewegung, die extreme Schlankheitsideale und Magerkeit glorifiziert. Angepriesen wird das exorbitante Sporttreiben, zusätzlich zu leeren Tellern oder alternativ, kalorienarme Diäten, sogar Bulimieattacken.
Jede Kalorie wird gezählt und getrackt.
Verehrt wird dies als radikale Selbstkontrolle und Disziplin.
Dass dies jedoch zu Muskelabbau, Konzentrationsschwächen, Nährstoffmangel und regelmäßigen in Ohnmacht fallen führt, wird nicht erwähnt.
Eine weitere, elementare Konsequenz der Bewegung ist die verkehrte Körperwahrnehmung der zahlreichen Mädchen und vor allem der jungen Frauen.
Ob in weltberühmten Liedtexten, Zeitschriften oder Interviews, dieses Thema steht konsequent im Mittelpunkt. Ein Beispiel ist der weltweite Hit „Pretty isn’t pretty“ von der Pop-Sängerin Olivia Rodrigo. In ihrem Song geht es um den ständigen Schönheitsdruck der vielen Mädchen und das Gefühl nie gut genug zu sein. Mit Texten wie „I started to skip lunch, stopped eating cakes on birthdays“ oder „You fix the things you hated, but you’d still feel so insecure“ können sich diese identifizieren.
Diese unglaubliche Unzufriedenheit der Frauen sowie sogar kleinen Mädchen kann oft auch Essstörungen führen. Solche Aussagen klingen für die meisten oft übertrieben- sogar aus der Luft gegriffen- jedoch ist dies heutzutage bittere Realität vieler Teenager.
Und ob man es glaubt oder nicht, den Ursprung der meisten dieser Umstände findet man in Social Media- Stichpunkt Skinnytok.
Kommentar: Doomscrolling — Zerstört das das Leben der Jugendlichen?
Aleksander Venjakob, Chiming Lin, 8c Quirinus – Gymnasium Neuss
Jeder kennt es, man möchte nur kurz zehn Minuten auf TikTok sein, aber dann sind es doch zwei Stunden geworden. Wieso ist das so und warum ist es so gefährlich?
Wir leben in einer Zeit, wo das Doomscrolling ein fester Bestandteil des Alltags von den meisten Jugendlichen geworden ist. Aber was ist Doomscrolling eigentlich?
Doomscrolling ist das endlose Komsumieren von kurzen Videos auf Social Media – Plattformen wie TikTok oder Instagram. Der Grund dafür ist. dass man nach jedem neuen Video einen Dopamin-Kick kriegt, das ist ein Glückshormon. Dieser ständige Kick motiviert das Gehirn weiterzuscrollen. Um den Dopamin-Kick aufrechtzuerhalten, analysieren Algorithmen, der Sozial-Media-Plattformen die Videos, die man anschaut und liket. Dann schlagen sie dir anhand dieser Informationen neue Videos vor, die dir wahrscheinlich gefallen könnten. Das gefährliche daran ist, dass durch die vielen lustigen Videos einem nicht langweilig wird, dadurch merkt man nicht, wie viel Zeit man verloren hat. Jedoch bei Dingen, die Anstrengung erfordern, wie z.B lernen oder Arbeiten, schüttet das Gehirn nicht jede Sekunde Dopamin aus. Wodurch sich diese Aktivitäten langweilig anfühlen. Die Folgen davon sind, dass Jugendliche weniger anstrengende Aufgaben durchführen wollen und das ist nicht gut für die Gesellschaft. Deshalb wollen Regierungen Social-Media Verbote für Jugendliche unter 16 Jahren einführen. Auch die deutsche Bundesregierung diskutiert über so ein Verbot.
Alles in einem kann man sagen, dass Doomscrolling viele negative Auswirkungen auf Jugendliche hat.
Werden Kinder auf Vinted verkauft? -Fakes oder findet wirklicher Menschenhandel statt?
Chaima Hamid, 8c
Quirinus Gymnasium Neuss
Vinted. Zuerst als Website, dann in 2012 als eine App erschienen. Klamotten werden angezogen, nicht mehr gebraucht, und dann weiterverkauft. Das kennt man auch vom Flohmarkt. Doch die App ist nicht nur für Verkauf von Klamotten gedacht. Die App, die eine „Second Hand“ bietet.
Nur harmloses, oder?
In letzter Zeit erscheinen immer mehr verdächtige Anzeigen auf der App. Kinderplüschtiere, Kleiderschränke oder Möbel. Doch das ist nicht das verdächtige.
Die Sachen selbst, haben meist was mit Kindern zu tun, z.B. Kinderkleidung. Kleidung, die einen verdächtig hohen Preis kriegen, dazu eine Beschreibung, bei der Informationen geteilt werden, die garnicht zum Produkt passen. Darunter werden Informationen wie Alter, Geschlecht, Größen und Gesundheit genannt.
Meist wird der Menschenverkauf durch normale Klamotten und co. getarnt, die aber wiederum eine Komische Beschreibung bekommen.
Sprüche, wie : „ Mag Schläge auf dem P0, tut ihr/ihm gut“ werden Kindern und Teenagern im Alter von nur 5-15 Jahren zugeteilt.
Die Polizei Hessen teilt jedoch, dass es keine direkten Beweise für den Kinderverkauf auf der Secondhand Plattform Vinted vorliegen – allerdings ohne Nennung konkreter Indizien. Viele zweifeln, ob es sich bei den kursierenden Screenshots der vermeintlichen Anzeigen möglicherweise um Fakes handelt.
Laut dem Vinted Personal, gibt es keinerlei Beweise, für den Fall, dass der Kinderhandel stattfinden soll. Die Altersbeschreibungen weisen auf die Zielgruppe hinzu, für die das Produkt geeignet sein sollte.
Wahrscheinlich hast du den ein oder andere Screenshot schon gesehen, sei es über die Sozialen Medien, oder in den Nachrichten – aber sind die Bildschirmfotos überhaupt echt?
Diese Bilder sollen laut Carla Reveland und Pascal Siggelkow bearbeitet und ein Fake sein.
Aber was soll das ganze heißen? Findet wirklich ein Menschenhandel auf der Secondhand Plattform statt?
Kurz gefasst: Laut der Polizei Hessen nicht. Die gegebenen Anzeigen und Screenshots mit hoher Wahrscheinlichkeit Fake.
Jedoch ist der Fall ziemlich frisch und die Polizei kann nicht hundertprozentig davon ausgehen, dass es ein Fake ist.
